Filmkritik: House At The End Of The Street

Alfred Hitchcock für die 2.0-Generation

6 von 10 Punkten

Die frisch geschiedene Sarah (Elisabeth Shue) und ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) finden in einem ländlichen Ort das Haus ihrer Träume. Als unerklärliche Ereignisse zu geschehen beginnen, erfahren Sarah und Elissa ein Geheimnis: Im Nachbarhaus tötete Jahre zuvor eine Tochter ihre Eltern und verschwand – ihr Bruder Ryan überlebte als Einziger. Gegen den Willen ihrer Mutter beginnt Elissa eine Beziehung mit dem zurückgezogen lebenden Ryan – und je näher sie einander kommen, desto schlittert Elissa in ein mörderisches Szenario.

Kritik: Mark Tonderais Film wildert ordentlich bei Alfred Hitchcock. Die Geschichte des „Terminator 3“-Regisseurs, Jonathan Mostow, presst eine erfolgreiche Produktion des Altmeisters aus den 1960er Jahren in einen zeitgemäßen Rahmen um zahlungswillige Teenager ins Kino zu locken. Die Thriller-Hausmannskost mit Horroranleihen – erwähnenswert ist der Schuss „Carrie“ – wird dazu noch äußerst gewagt in eine wildromantischen Romanze im schmierigen „Twilight“-Gewand gehüllt. Selbstverständlich dürfen in dieser blutarmen Mär auch die üblichen Wachrüttel-Schockmomente – größtenteils durch nerviges Lautstärke-Aufdrehen erzeugt – nicht fehlen.

Dieser nette, kurzweilige, doppelbödige Thrill eignet sich bestens für Heranwachsende, die vom Spannungskino des Altmeisters namens Hitchcock noch nie etwas gehört haben. Bis auf den etwas bräsigen Run-And-Hide-Showdown ist „House At The End Of The Street“ ein anständiger Low-Budget-Thriller – für Genre-Fans empfehlenswert. Das ist sicherlich nur eine Kinorandnotiz, die schnell vergessen ist aber eins zeigt: Die wandelbare Jennifer Lawrence macht sich auch als Scream-Queen gut.
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Deutscher Kinostart: 17. Januar 2013
Originaltitel: House At The End Of The Street
Produktionsjahr: 2012
Regie: Mark Tonderai
Drehbuch: David Loucka, nach einer Geschichte von Jonathan Mostow
Text: Arne Hübner
Bild und Verleih: Universum/Squareone/Walt Disney



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