Filmkritik: Valentinstag

Deutscher Kinostart: 11.02.2010

5,5 von 10 Punkten

Originaltitel: Valentine’s Day

Valentinstag in Los Angeles – so ein Tag ist wie geschaffen für die Liebe: Ein hochkarätiges Ensemble erlebt mehrere ineinander verwobene Variationen des Themas. Paare und Singles meistern Höhepunkte und Krisen ihrer Beziehungen – sie finden oder trennen sich. Oder sie lernen zu schätzen, was sie aneinander haben.

Kritik: Nichts Neues an der breiten Front der romantischen Komödien. Der Genre-Veteran Garry Marshall zeigt uns den amerikanischen Valentinstag in der charakterlosesten Stadt der USA – Los Angeles. Ein Tag der Liebe und Zeit für Geständnisse, Liebeserklärungen, Sex, romantische Geschenke aber auch für hinterfotzige Affären.

Marshall setzt bei seiner Inszenierung auf alte Markenzeichen wie seinen fleischgewordenen Glücksbringer Hector Elizondo, lässt die Akteure im Beverly Wilshire Hotel speisen und arbeitet mit Stamm-Musen wie Anne Hathaway und Julia Roberts zusammen. Dass viele Handlungen von der Stange stammen, man die episodenhafte Schilderung von Liebe in einer Großstadt schon in vielen anderen Produktionen unterhaltsamer sehen konnte, weiß der Vollprofi und fährt als Lösung dicke Geschütze auf: Neben Stars wie Jamie Foxx, Ashton Kutcher und der bereits erwähnten Roberts tummeln sich zig weitere Berühmtheiten wie Shirley MacLaine, die wie immer blasse Jessica Alba, Bradley Cooper oder Queen Latifah auf der Leinwand – ein wahrer Schaulauf, der allerdings nie den Charme und Witz des Vorbilds „Love Actually“ erreicht. Denn neben der Vielzahl der beliebigen Geschichten wirken die Rollenbesetzungen äußerst merkwürdig: Die Roberts wollte wohl mal wieder gegen ihr Image anspielen und gibt den verstockten Army-Captain, während die gerade einmal fünf Jahre jüngere Jennifer Garner im Film wie eine jüngere Julia Roberts aussieht, deren klassische Rolle übernehmen darf und ihre Figur obendrein auch noch Julia heißt – gut, dass die beiden Stars nie in einer Filmszene zusammen auftauchen. Derweil darf die brave Hathaway als Telefonsex-Maus ran und mottet ihre „Der Teufel trägt Prada“-Performance aus.

Wie sagt der Amerikaner so treffend: cute as a button – alles in Marshalls Film ist so wahnsinnig süß, niedlich und bunt und die knutschenden Kinder und kuschelig ist das und das eine fiese Schwein von Mann bekommt am Ende auch noch sein Fett weg. Nett ist das und naiv. Und vielleicht auch überflüssig.

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Produktionsjahr: 2010
Regisseur: Garry Marshall
Drehbuch: Katherine Fugate, basierend auf einer Geschichte von Katherine Fugate, Abby Kohn und Marc Silverstein

Text: Arne Hübner, Bild: Warner Bros. Pictures

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